Samstag, 1. Dezember 2007

"Kein Sieger glaubt an den Zufall" - Friedrich Nietzsche

Für Roulettespieler eher ein Mythos als ein Zitat, für einen unbedarften Poker-Spieler vielleicht auch. Doch wer einmal anfängt sich mit dem Thema Poker näher zu befassen merkt schnell, dass da nicht nur Glück im Spiel ist, sondern auch ein nicht unerheblicher Anteil an Strategie.

Warum glauben die meisten "Nicht-Pokerspieler" , und auch ein paar von denen die Poker spielen, eigentlich, dass sie Poker nicht beeinflussen können? Nun, es gibt keinen ehrlichen Spieler der Einfluss auf die Karten hat, doch nur mit einem guten Blatt gewinnt man ein Spiel. Folglich hat man keinen direkten Einfluss auf den Ausgang des Spiels und benötigt "Glück", um zu gewinnen.

Erfolgreiche Pokerspieler glauben dies nicht. Sie glauben auch nicht an Zufall - nur an Wahrscheinlichkeiten. Sie nennen das "Outs". Dazu berechnen sie dann ihre "Odds". Haben sie beides korrekt erledigt, setzen sie den Betrag, der ihnen auf lange Sicht einen positiven Erwartungswert verspricht. Und damit haben sie dem Roulettespieler gegenüber einen entscheidenden Vorteil, denn dessen Erwartungswert (auch EV= expected value) ist bekanntermassen negativ.

Ich möchte an dieser Stelle nicht beweisen, dass dem so ist. Dies wird von vielen anderen, guten Seiten im Netz bereits erledigt. Für alle Ungläubigen unter euch heisst es nun also: Suchmaschine nach Wahl geöffnet und nach "Odds", "Berechnen von PotOdds", o.Ä. gesucht!

Und danach kommt zurück auf diese Seite :-).

Es grüsst,

Acefolder aka nietzsche84

PS: An dieser Stelle sei noch erwähnt dass nicht alle Varianten des Pokerspiels unter diesem Aspekt beleuchtet werden können -> das bekannte "5 Card Draw" ist zweifellos ein Glücksspiel. Es geht hier in der Hauptsache um "Texas Hold 'Em", der mittlerweile wohl bekanntesten Spielart des Poker.